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Prototyping durch 3D-Druck

Aktualisiert: 13. Aug 2020

Rapid Prototyping wird häufig mit 3D-Druck gleichgesetzt. Eigentlich ist der 3D-Druck aber eine Technologie, die für das Prototyping eingesetzt wird. Wir möchten euch in diesem Beitrag unsere Drucker vorstellen und die wesentlichen Unterschiede zwischen den Druckverfahren erklären.

Durch das Prototyping mit dem 3D-Druck haben wir die Möglichkeit, Ideen und Visionen in wenigen Stunden umzusetzen. Durch die Erstellung von Prototypen mit Hilfe unseres 3D- Druckers bleibt mehr Zeit für die einzelnen Entwicklungsschritte, die uns letztendlich zum perfekten Design bringen.


In unserem Lab stehen euch zwei 3D-Drucker zur Verfügung mit denen komplexe Strukturen bis zu einer Schichtdicke von minimal 25 Mikrometer hergestellt werden können. Mit unserem Ultimaker S3 könnt ihr beispielsweise zweifarbige Modelle oder Formen mit wasserlöslichen Stützstrukturen drucken. Bei diesem Drucker handelt es sich um einen Filamentdrucker mit Dualextruder. Das heißt, dass zwei verschiedene Materialien für ein Druckmodell genutzt werden können. Dabei wird das Filament bis über seinen Schmelzpunkt erhitzt und Schicht für Schicht übereinander gelegt. Bei dem Formlabs Form 3 handelt es sich um einen LFS-Drucker (Low Force Stereolithography). Dieser nutzt eine Light Processing Unit um mittels Laserlicht das Resin (Gießharz) punktuell zu verhärten. Dieser Prozess wird wie beim Filamentdrucken Schicht für Schicht durchgeführt. Vergleichend  kann gesagt werden, dass der LFS-Drucker genauere Modelle erstellen kann, die jedoch aufgrund der Materialkosten wesentlich teurer sind. Der Filamentdrucker bietet hingegen die Möglichkeit mehrfarbig zu drucken.


Ihr solltet euch darüber bewusst sein, dass man nie von Anfang an ein einwandfreies Produkt entwickeln wird. Es ist vielmehr ein Prozess, welcher verschiedene Entwürfe, Tests, Analysen und Verfeinerungen durchläuft. Innerhalb dieses Prozesses werden wir immer wieder feststellen, was gut funktioniert und was nicht. Durch unseren modernen 3D-Drucker kann dieser Prozess jedoch beschleunigt werden, da mehrere Entwicklungsschritte zeitgleich stattfinden können. Wir müssen nicht darauf warten, bis verschiedene Abteilungen einzelne Fertigungsschritte durchlaufen haben sondern haben einen ersten Entwurf in nur wenigen Stunden vorliegen. Auch im Vergleich zu Computermodellen hat der 3D-Druck einen wesentlichen Vorteil: wir entwickeln physische Modelle, welche die Idee greifbar machen. Dieses Modell können wir dann direkt an den potentiellen Kunden testen und Feedback einholen. Dieses Feedback ist für den Produkterfolg unerlässlich und wir können in einem nächsten Entwicklungsschritt direkt darauf reagieren. Somit gelangen wir schneller an unser Ziel und sparen Kosten.

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