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Die Geschichte des HIKE

HIKE, der Hochschulinkubator für Entrepreneurship an der Hochschule Nordhausen. Was steckt hinter dieser Bezeichnung? Warum gibt es den HIKE? Was sind unsere Ziele? In diesem Beitrag wollen wir euch ein Stück in die Geschichte des HIKE mitnehmen.

Die Idee zum HIKE entstand bereits vor ein paar Jahren. Als Alumni der Hochschule hegte unser Projektleiter Prof. Dr. Lutz Göcke schon immer den Wunsch der Region und der Hochschule Nordhausen etwas zurückzugeben. Eine Umfrage 2018 zeigte, dass es zwar Gründungsinteressierte an der Hochschule gibt, die Studierenden in Nordhausen im bundesdeutschen Vergleich jedoch deutlich weniger gründungsentschlossen sind als an anderen Hochschulen. Eine weitere Erhebung ergab, dass es GründerInnen an der Hochschule Nordhausen insbesondere an Mentoring, Workshops und den entsprechenden Räumlichkeiten fehlte. Bisherige Gründungen fokussierten sich häufig auf die Region und es mangelte an innovativen Geschäftsideen. Von diesen Erkenntnissen bestärkt, wurde im März 2019 die Bewerbung für das Programm StartUpLab@FH des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Im August 2019 war es endlich soweit – aus 91 Einreichungen in Deutschland wurde der HIKE als einer von 15 Hochschulinkubatoren für die vierjährige Förderung ausgewählt! Hierbei überzeugte die Jury unser Konzept, sondern auch die interdisziplinäre Projektleitung um Prof. Dr. Lutz Göcke, Prof. Dr. Elmar Hinz, Prof. Dr. Klaus-Peter Neitzke und Dr. Kareen Schlangen. Im April 2020 kam die lang ersehnte offizielle Bestätigung der Fördermittel und Juni startete der HIKE dann offiziell.


Was macht der HIKE?

Als Hochschulinkubator unterstützen wir Studierende und Mitarbeitende der Hochschule Nordhausen bei der Entwicklung ihrer Geschäftsidee. Die Ideen fokussieren sich auf die inhaltlichen Stärken der Hochschule Nordhausen - Nachhaltigkeit und IoT. In Zeiten von Klimawandel und dem erhöhten Druck auf unsere Gesundheits-/Sozialsysteme wollen wir mit unseren Gründern nicht nur einen wirtschaftlichen Impact in der Region, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben. Wir begleiten Gründungsinteressierte von der ersten Idee bis zum Investorenpitch. Dabei durchlaufen die Teams alle Lean-Startup-Phasen – von der Problemidentifikation über die Lösungskonzeption bis zum Minimum Viable Product (MVP). Jedes Jahr werden zwei Batches mit je sechs Teams an den Start gehen. Die GründerInnen werden dann vom HIKE-Team – bestehend aus Spezialisten für die Geschäftsmodellentwicklung, Prototyping und UX-Design – begleitet. Außerdem steht jedem Team für diese fünf Monate ein Mentor aus Wirtschaft oder Wissenschaft zur Seite. Zur Verbreitung des Gründergeistes an der Hochschule wird es wöchentliche Events in Form von Workshops, Key Notes o.ä. geben. So sollen Studierende auf diese Alternative zur Anstellung in einem Unternehmen aufmerksam gemacht und zu einer eigenen Startup-Idee inspiriert werden.


Der HIKE in Nordthüringen

Die Arbeit des HIKE endet jedoch nicht an den Grenzen der Hochschultore. Nordthüringen ist wie viele andere ländliche Regionen stark vom demografischen Wandel und dem Wegzug junger Menschen betroffen. Mehr als die Hälfte aller Studierenden verlässt Thüringen nach dem Studium wieder. Studien haben zudem gezeigt, dass mit jedem Tag, der nach dem Abschluss vergeht, auch die Wahrscheinlichkeit zu einer Gründung am Hochschulstandort sinkt. Hier soll der HIKE ansetzen. Die Teams sollen frühzeitig in die regionalen Strukturen eingebunden werden, um so die Zugehörigkeit zum Standort zu verstärken. Wir sind daher nicht nur mit internationalen Global Playern wie SAP und Amazon Web Services vernetzt. Zu unseren Partnern zählen auch regionale Institutionen wie die Stiftung für Technologie, Innovation und Technologie Thüringen (STIFT). Ziel ist es Gründerteams in passende Anschlussprogramme zu vermitteln, sodass diese nach der Teilnahme im HIKE bei der Skalierung ihres Geschäftsmodells weiter unterstützt werden.


Langfristig soll der HIKE dazu beitragen, die Gründungsregion Harz, zu der auch Nordthüringen zählt, überregional sichtbar zu machen. Wir wollen Gründer und Gründerinnen der Region miteinander vernetzen und ihnen eine Plattform bieten. Mit diesem Ziel vor Augen befinden wir uns schon heute in Gesprächen mit Kooperationspartnern jenseits des Brockens.


Wir bedanken uns bei allen Unterstützern auf dem Weg hierher und freuen uns nun auf vier gemeinsame Jahre mit motivierten GründerInnen, kreativen Ideen, vielen Ups (und downs), spannenden Pitches und natürlichen erfolgreichen Gründerstories!


Euer HIKE-Team